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Aktuelles

     

Bestattungsrecht - Asche verstreuen oder nicht? Rund 75 % sind FÜR eine Änderung des Bestattungsgesetzes

(Quelle: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Bestattungsrecht-Asche-verstreuen-oder-nicht,bestattungsrecht110.html)

Die Asche des verstorbenen Onkels im Garten verstreuen? Die Urne mit den Überresten der Mutter für zwei Jahre auf dem Kaminsims stellen? Bisher ist das in Schleswig-Holstein nicht gestattet. Die Piratenfraktion im Landtag will das ändern und das Bestattungsgesetz lockern. Konkret möchten die Piraten, dass jeder selbst schriftlich festlegen kann, was nach dem Tode mit der Asche einmal geschehen soll. Angehörigen könnte es danach erlaubt werden, die Urne für bis zu zwei Jahre in ihrer Wohnung aufzubewahren. Zudem soll erlaubt werden, die Asche von Verstorbenen außerhalb vor Friedhöfen zu verstreuen. Piraten-Fraktionschef Breyer betonte, die vorgeschlagenen Regelungen sollten nur für Menschen gelten, die ihren letzten Hauptwohnsitz in Schleswig-Holstein hatten, um "Bestattungstourismus" zu verhindern.

Die Asche des verstorbenen Onkels im Garten verstreuen? Die Urne mit den Überresten der Mutter für zwei Jahre auf dem Kaminsims stellen? Bisher ist das in Schleswig-Holstein nicht gestattet. Die Piratenfraktion im Landtag will das ändern und das Bestattungsgesetz lockern. Konkret möchten die Piraten, dass jeder selbst schriftlich festlegen kann, was nach dem Tode mit der Asche einmal geschehen soll. Angehörigen könnte es danach erlaubt werden, die Urne für bis zu zwei Jahre in ihrer Wohnung aufzubewahren. Zudem soll erlaubt werden, die Asche von Verstorbenen außerhalb vor Friedhöfen zu verstreuen. Piraten-Fraktionschef Breyer betonte, die vorgeschlagenen Regelungen sollten nur für Menschen gelten, die ihren letzten Hauptwohnsitz in Schleswig-Holstein hatten, um "Bestattungstourismus" zu verhindern.

Antrag zur Änderung des Bestattungsgesetzes

Nun gaben die Piraten zu dem Thema eine Umfrage in Auftrag. TNS Infratest befragte im November und Dezember rund 300 Haushalte in Schleswig-Holstein am Telefon. Danach sehen 75 Prozent der Schleswig-Holsteiner eine Modernisierung des Bestattungsrechts positiv. Die Piraten brachten einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Bestattungsgesetzes in den Landtag ein. Kommende Woche soll über ihn abgestimmt werden.

Nordkirche: Trauerkultur wird privatisiert

Die Nordkirche kritisiert die Gesetzesinitiative. Pressesprecher Stefan Döbler warnte, "eine Aufweichung oder Aufhebung der bestehenden Regelungen würde die Erinnerungs- und Trauerkultur immer weiter privatisieren und zu einer weiteren Anonymisierung der Verstorbenen führen."

Alheit: breiter Konsens notwendig

Bereits im März 2016 debattierte der Landtag das Thema. Damals zeigten sich die anderen Fraktionen im Landtag grundsätzlich offen dafür, das Regelwerk für Bestattungen zu verändern. Sie wollten aber noch viele Detailfragen klären. Aus der CDU kamen damals kritische Töne. Die Unions-Abgeordnete Petra Nicolaisen wollte beispielsweise wissen, wer garantiere, dass die Urne nach zwei Jahren tatsächlich beigesetzt wird. Die Grünen fragten, ob es mit der Totenwürde vereinbar sei, wenn die Asche privat aufbewahrt oder auf einem Privatgrundstück verstreut werde. Und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) machte klar, dass bei so einer Frage, auf jeden Fall ein breiter Konsens notwendig sei.

Und auch in den Kommentaren tun Lese ihre Mienung kund, so zum Beispiel Wolfgang Töde: "Das ist das erste mal das ich den Piraten zustimmen kann. Wichtig ist das ich einen Platz habe an dem ich die letzte Ruhe finde an dem ich mich wohlfühlte und lebte. Das gilt auch umgekehrt für meine Frau. Ich möchte selbst entscheiden wo meine Asche hinkommt. Im Endefekt werden wir doch alle wieder zu einem Teil der Natur."

       

Grabpflegekosten sind nicht vom Sozialamt zu übernehmen

(Quelle: Aeternistas e.V. - Homepage)

Bundessozialgericht sieht Rechtsfrage als geklärt an |
Nach einem aktuellen Beschluss des Bundessozialgerichts in Kassel müssen Grabpflegekosten bei einer sogenannten Sozialbestattung nicht vom Sozialamt übernommen werden. Sie seien nämlich nicht untrennbar mit der Bestattung an sich verbunden. Im vorliegenden Fall hat ein Antragsteller (Kläger) in der zweiten Instanz vor dem Landessozialgericht Hessen Bestattungskosten nach § 74 SGB XII zugesprochen bekommen, da ihm die Begleichung aus eigener Tasche nicht zumutbar war. Bezüglich der Grabpflegekosten wurde das Sozialamt jedoch nicht in die Pflicht genommen. Diese Rechtsansicht bestätigt der vorliegende Beschluss des Bundessozialgerichts.


Bei dem Kläger handelt es sich um einen Träger einer stationären Einrichtung für behinderte Menschen, der einen eigenen Friedhof betreibt. Dieser Träger war gemäß dem vorinstanzlichen Urteil als bestattungs- und bestattungskostentragungspflichtig für den verstorbenen Heimbewohner anzusehen. Mit dem vorliegenden Revisionszulassungsantrag verfolgte der Kläger den Erstattungsanspruch bezüglich der Grabpflegekosten weiter. Er hielt die Rechtsfrage für klärungsbedürftig, ob Kosten für die Grabpflege zu den vom Sozialhilfeträger zu erstattenden Bestattungskosten im Sinne des § 74 SGB XII gehörten, falls die Bestattung nach dem geltenden Friedhofs- und Bestattungsgesetz nur bei für die Dauer der Ruhezeit gesicherter Grabpflege erlaubt sei. Das Bundessozialgericht habe schließlich in einem früheren Urteil entschieden, dass all die Kosten als Bestattungskosten anzusehen seien, die aus öffentlich-rechtlichen Vorschriften resultierend notwendigerweise entstünden, damit die Bestattung überhaupt durchgeführt werden könne. Das Hessische Friedhofs- und Bestattungsgesetz sehe bei Bestattungen außerhalb von öffentlichen Friedhöfen aber vor, dass die Bestattung nur erlaubt werden könne, wenn die ordnungsgemäße Grabpflege während der Ruhefrist gesichert sei.

Der Argumentation des Klägers folgte das Bundessozialgericht nicht. Die aufgeworfene Rechtsfrage sei im Hinblick auf sein früheres Urteil (Senatsentscheidung vom 25.8.2011, BSGE 109, 61 ff) nicht mehr klärungsbedürftig.

Zu ersetzende Bestattungskosten seien hiernach zwar all die Kosten, die aus öffentlich-rechtlichen Vorschriften resultierend notwendigerweise entstehen, damit die Bestattung überhaupt durchgeführt werden kann oder darf. Hieraus ergebe sich aber auch, dass Kosten für die nach der Bestattung anfallende Grabpflege keine Kosten im Sinne des § 74 SGB XII darstellten, weil sie gerade nicht final auf die Bestattung selbst ausgerichtet seien. Sie setzten vielmehr eine solche Bestattung und die erste Grabherrichtung gerade erst voraus. Dass der Kläger als privater Friedhofsbetreiber, also nicht in seiner - insoweit unterstellten - Eigenschaft als Bestattungspflichtiger, landesrechtlich zur Grabpflege der auf dem von ihm betriebenen Friedhof liegenden Grabstellen verpflichtet sei, rechtfertige keine andere Beurteilung. Diese öffentlich-rechtliche Regelung stehe nicht im Zusammenhang mit der Bestattungspflicht, sondern mit der Erlaubnis, Bestattungen auch außerhalb öffentlicher Friedhöfe durchzuführen. Dem Kläger stünde es folglich in jedem Fall frei, den Verstorbenen auch auf einem öffentlichen Friedhof beerdigen zu lassen, um seiner möglichen Bestattungspflicht zu genügen. Die Entscheidung für die Bestattung auf dem von ihm betriebenen Friedhof, obwohl die Kosten der Grabpflege nicht durch Dritte gesichert seien, könne deshalb sozialhilferechtlich zu deckende Kosten nicht auslösen.

Kritik:
Das Urteil berücksichtigt nicht, dass Kosten für eine Grabpflege bei rechtmäßigem Handeln nicht zu vermeiden sind. Denn in (nahezu) jeder Friedhofssatzung ist bei einem vom Sozialamt zu bezahlenden Reihengrab die Verpflichtung des Grabnutzungsberechtigten enthalten, für eine Grabpflege zu sorgen. Diese Pflege ist kostenlos nicht möglich. Insofern geht die Begründung fehl, dass es dem Kläger auch frei stünde, die Bestattung auf einem öffentlichen Friedhof bestatten zu lassen. Denn auch in diesem Falle wären schließlich Kosten für eine Grabpflege zu übernehmen gewesen. Deshalb sind die Kosten gerade auch Folge der Bestattungspflicht.

Hinweis:
Da angesichts der höchstrichterlichen Rechtsprechung das Durchsetzen der Übernahme der Grabpflegekosten durch das Sozialamt schwierig ist, ist es umso wichtiger, möglichst bereits zu Lebzeiten für die Grabpflege vorzusorgen. Eine angemessene Grabpflegevorsorge ist nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts neben einer angemessenen Vorsorge für die Bestattung und neben dem "normalen" Schonvermögen vor dem Sozialamt sicher. Hierzu müssen vertragliche Vereinbarungen getroffen werden, die eine andere Zweckverwendung als zur Grabpflege (und Bestattung) ausschließen oder zumindest wesentlich erschweren.

zur Verfügung gestellt von Aeternitas e.V.- Verbraucherinitiative Bestattungskultur

(Quelle: Beschluss des Bundessozialgerichts vom 24.02.2016)



Urteil: Sozialamt muss für Bestattungsvorsorge zahlen

Sozialgericht Karlsruhe stärkt Rechte von Leistungsempfängern | 02.03.2016 |


Ein kürzlich veröffentlichtes Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe verpflichtet das Sozialamt, die monatlichen Kosten einer Sterbegeldversicherung zu übernehmen. Die Richter hielten diese Leistung im Rahmen der Grundsicherung im Alter für erforderlich, um die Bestattung der Antragstellerin abzusichern.

Königswinter/Bonn, 02.03.2016 - Das Karlsruher Sozialgericht hat die Rechte für die Bestattung Vorsorgender gegenüber Sozialämtern weiter gestärkt. In vor kurzem veröffentlichten und bereits Ende letzten Jahres gefällten Entscheidung (Aktenzeichen S 4 SO 370/14) wurden die Beiträge für eine Sterbegeldversicherung im Rahmen der Grundsicherung im Alter als zusätzlicher Bedarf eingestuft. Um die Bestattung der Antragstellerin abzusichern, müsse der verklagte Sozialhilfeträger die monatlichen Raten übernehmen - in diesem Fall ungefähr 84 Euro. Damit solle die geplante und als angemessen eingestufte Bestattungsvorsorge in Höhe von 5.001 Euro weiter gewährleistet werden. Das Gericht verwies auf Paragraph 33 Absatz 2 des Zwölften Sozialgesetzbuches, nach dem die erforderlichen Aufwendungen für ein angemessenes Sterbegeld übernommen werden können.

Im vorliegenden Fall hatte die Betroffene zwei Jahre zuvor eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Es bestand also kein Verdacht, dass die Versicherung nur abgeschlossen wurde, um das Sozialamt zu belasten. Entscheidend war auch die klare Zweckbestimmung: Bei dem Abschluss einer Sterbegeldversicherung sei objektiv erkennbar, dass diese zur Vorsorge im Todesfall abgeschlossen werde. Darüber hinaus sahen die Richter im vorliegenden Fall eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Sozialamt ansonsten später im Todesfall ohnehin für die Bestattungskosten aufkommen hätte aufkommen müssen.

Aeternitas, die Verbraucherinitiative Bestattungskultur, begrüßt das Urteil. Möglichst jedem soll ein letzter Abschied nach eigenen Vorstellungen ermöglicht werden. Und wer rechtzeitig für seine Bestattung vorsorgt, entlastet damit sich selbst und seine Angehörigen - emotional und finanziell. Dies hat das Sozialgericht Karlsruhe erkannt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Alexander Helbach
Aeternitas e.V. - Verbraucherinitiative Bestattungskultur
Dollendorfer Straße 72, 53639 Königswinter
Telefon: 0 22 44 / 92 53 85, Fax: 0 22 44 / 92 53 88
E-Mail: alexander.helbach@aeternitas.de
Internet: www.aeternitas.de

 

Friedhofszwang in der Diskussion
oder der Untergang der abendländischen Kultur ?

Auf der Messe "Leben und Tod" vom 08.05.-09.05.2014 in Bremen war die von der rot-grünen Senatsregierung der Freien Hansestadt Bremen geplante Abschaffung des Friedhofszwangs für Urnen ein heiß und kontrovers diskutiertes Thema. Leider war das Thema der Podiumsdiskussion "Die Urne auf dem Kaminsims- Ist das Kunst oder kann das weg" sehr unglücklich formuliert und wurde dem Ernst und der Bedeutung dieses Themas in keiner Weise gerecht.  Die Initiatorin des Antrags die stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Frau Dr. Maike Schäfer sagte dazu: " Die Bestattungswünsche heute sind so individuell wie das Leben selbst. Die Mehrheit der Deutschen findet sich in der traditionellen Friedhofskultur nicht wieder." Diese Meinung wird auch von der Verbraucherinitiative Aeternitas aus Königswinter vertreten, für die als Geschäftsführer Christoph Keldenich ausführte: "Aeternitas begrüßt die Abschaffung der Friedhofspflicht für Totenasche. Mit der Urne zuhause tut sich neben den Friedhöfen eine weitere Wahlmöglichkeit für die Bürger auf, Gedenken und Abschied in ihrem persönlichen Sinne zu gestalten. Nicht jeder braucht das Grab auf dem Friedhof.

Eine andere Sicht auf diese Thematik vertraten in dieser Diskussion verständlicherweise die Amtskirchen vertreten durch Dr. Bernd Kuschnerus, stellvertretender Schriftführer der evangelischen Kirche in Bremen und Dr. Gerrit Schulte, Vorsitzender des Caritas-Verbandes Osnabrück, sowie Geschäftsführer Diplom-Theologe Oliver Wirthmann vom "Kuratorium deutsche Bestattungskultur.

Die Diskussion die von der Journalistin Dr. Rita Knobel-Ulrich souverän moderiert und geleitet wurde

entwickelte sich gleich zu Anfang sehr lebhaft. Nachdem Frau Dr. Schäfer noch einmal detailliert den Gesetzesentwurf von Bündnis 90/ Die Grünen erläutert hatte, der eine Abschaffung des Friedhofszwang beinhaltet, dies jedoch nicht mit einer Abschaffung des Friedhofswesens gleichzusetzen sei, ergänzte Herr Christoph Keldenich ihre Ausführungen mit dem Hinweis auf eine repräsentative Umfrage durch das renommierte Emnid-Institut in der sich 65% der befragten Bundesbürger die bisherige Bestattungskultur für überholt und reformbedürftig halten.

Oliver Wirthmann Geschäftsführer des "Kuratorium deutsche Bestattungskultur" ein ehemaliger katholischer Priester und heute  ehrenamtlicher Pfarrer der evangelischen Kirche Rheinland widersprach erwartungsgemäß dem Gesetzesentwurf, sah die Umfrage als falsch interpretiert an und warf der Verbraucherinitiative Aeternitas vor "Steigbügelhalter" für den Gesetzesentwurf zu sein. Ein ähnliches Festhalten am Friedhofszwang wurde dann auch von den Vertretern der  evangelischen und katholischen Kirche geäußert, die mit Hinweis auf jahrhundertealte Bestattungskultur- und Riten den Friedhof als zentralen Gedenkort für unerlässlich halten und vor den Auswirkungen dieser geplanten Gesetzesänderung warnten, in dem sie die Befürchtung äußerten, die Folgen eines derartigen Gesetzes seien unüberschaubar und würden zwangsläufig im Chaos enden.. Auch solle man die Angehörigen nicht in ihren Entscheidungen überfordern. Hr. Wirthmann merkte dann dazu noch mit einem Beispiel an, das ja nun nicht unbedingt alles was die Angehörigen wünschen auch umgesetzt werden müsse:

"Wenn Angehörige

meinen sie müssten Micky Mouse auf der Urne haben, braucht es den Bestatter und Berater der ihm andere Wege aufzeigt."

Einen weiteren interessanten Punkt fand auch Dr. Kuschnerus der von einer Kommerzialisierung einer nur nach Profit und Wirtschaftlichkeit strebenden Gesellschaft warnte. Leider wurde auf diesen Gesprächspunkt nicht weiter eingegangen, es wäre doch für alle Zuhörer interessant gewesen, was er zu Gebührensatzungen zu sagen hätte, die schon heute auch ohne Wettbewerbsdruck nicht mehr zu bezahlen sind. Des Weiteren wurde die Gefahr herauf beschworen, dass gerade Familien aus prekären Einwohnerschichten, dann zu dieser Bestattungsform, der Urne zuhause tendieren könnten. Leider wurde keine Frage nach der ordnungsbehördlichen bzw. sozialhilferechtlichen Bestattung gestellt-es wäre für die Forums-Zuhörer mit Sicherheit interessant gewesen, wie sich dort sehr häufig speziell in Ballungsgebieten die Bestattung gestaltet. Schlagworte wie zentraler Punkt oder Kristallisation der Trauer hörten sich zwar toll an, nur waren es keine Beiträge die zu dem zentralen Punkt der Diskussion, nämlich die Abschaffung des Beisetzungszwangs für Totenaschen etwas beitrugen. Im Laufe der Diskussion die sich zum Ende er hin zu einem pastoralen Diskurs entwickelte beendete Frau Dr. Knobel- Ulrich die Diskussion etwa 10 Minuten früher, weil sie genau wie die Zuhörer spürte, das alle Argumente gewechselt wurden, aber zu keinem Zeitpunkt nach Alternativen zu diesem Thema gesucht wurde. Nach der Podiumsdiskussion sprachen wir noch mit einigen Zuhören aus dem Altenpflege- oder Hospizbereich, die diese Aufregung nicht so ganz verstanden. Was ist denn schlimmes an der Urne zuhause, wir sind doch für ein selbstbestimmtes Leben, warum dann nicht auch über den Tod hinaus? Oder hat unser Bestatter Angst dass er sein neu gebautes Kolumbarium nicht mehr voll bekommt?

Tja, diese Frage stellen wir uns allerdings auch.

Pressemitteilung: Sargbestattungen werden immer unbeliebter
Aeternitas und Emnid fragten nach den Bestattungswünschen der Bundesbürger [aeternitas-sargbestattung]

Weniger als ein Drittel der Bundesbürger (29 Prozent) wünscht sich für den eigenen Todesfall eine Bestattung im Sarg auf dem Friedhof. 2004 waren es noch 39 Prozent. Immer mehr Menschen bevorzugen hingegen eine Feuerbestattung und eine der verschiedenen Möglichkeiten pflegefreier Aschebeisetzungen. Jeder Zehnte möchte seine letzte Ruhe im eigenen Zuhause finden. Dies hat eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas ergeben.

Königswinter, 26.03.2013 - Der Wandel des deutschen Bestattungswesens zu mehr Vielfalt wird von den persönlichen Bestattungswünschen der Bundesbürger bestätigt. Ein im März dieses Jahres repräsentativ erhobenes Meinungsbild zeigt deutlich, wie traditionelle Varianten an Zuspruch verlieren. Noch 49 Prozent wünschen für sich selbst das klassische Sarg- (29 Prozent) oder Urnengrab (20 Prozent) auf einem Friedhof. 2004 waren es zusammengenommen noch 62 Prozent (39 Prozent Sarg, 23 Prozent Urne).

Immer beliebter werden hingegen Grabformen ohne Grabpflege, besonders außerhalb klassischer Friedhöfe. So ist der Anteil der Bundesbürger, die für sich selbst eine der verschiedenen pflegefreien Formen wünschen, seit 2004 von 32 auf 48 Prozent gestiegen. 15 Prozent entscheiden sich dabei für eine pflegefreie Beisetzungsform außerhalb eines Friedhofs wie die Baumbestattung oder das Verstreuen der Asche. Elf Prozent bevorzugen eine pflegefreie Beisetzungsform auf einem Friedhof wie Urnenwand, Gemeinschaftsgrab, Baumbestattung oder Asche verstreuen, acht Prozent eine anonyme Beisetzung und fünf Prozent eine Seebestattung. Immerhin neun Prozent der Befragten wünschen sich - den geltenden Friedhofszwang außer Acht gelassen -, dass ihre Asche später zuhause bzw. im eigenen Garten aufbewahrt wird.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland: Während im Westen 33 Prozent eine übliche Sargbestattung wünschen, sind es im Osten nur zwölf Prozent (2004: 41 Prozent und 29 Prozent). Der Wunsch, die Urne zuhause bzw. im eigenen Garten aufzubewahren, ist in den östlichen Bundesländern weiter verbreitet: 22 Prozent im Vergleich zu sechs Prozent der Befragten aus dem Westen.

Obwohl ungefähr 60 Prozent der Bundesbürger Mitglied einer der großen Kirchen sind, halten nur 43 Prozent der Befragten die kirchliche Begleitung der eigenen Bestattung für wichtig (sehr wichtig zu 23 Prozent, eher wichtig zu 20 Prozent). 28 Prozent halten dies für unwichtig, 27 Prozent wünschen keine kirchliche Begleitung. Im Ost-West-Vergleich zeigt sich, dass Ostdeutsche seltener die kirchliche Begleitung wünschen und diese auch häufiger ganz ablehnen: sehr wichtig 14 Prozent zu 25 Prozent, eher wichtig 15 Prozent zu 21 Prozent, eher unwichtig 28 Prozent zu 28 Prozent und keine kirchliche Begleitung 42 Prozent zu 24 Prozent. Frauen ist die kirchliche Begleitung wichtiger als Männern (sehr wichtig: 28 Prozent gegenüber 18 Prozent). 60 Prozent der Männer halten die kirchliche Begleitung für unwichtig (30 Prozent) oder sie lehnen sie ab (30 Prozent), bei den Frauen sind dies zusammen nur 51 Prozent.

Für die Studie befragte das Institut TNS-Emnid im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas im März 2013 eine repräsentative Auswahl von 1.005 Bundesbürgern über 14 Jahren nach ihren Bestattungswünschen.

(Quelle: Aeternitas)

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